Er war die Attraktion in der Fan-Zone beim Vienna City Marathon, die der ÖAMTC vor der Clubzentrale eingerichtet hatte: der Opel Ampera. Seinen eigenen Marathon hat er noch vor sich: den auto touring-Dauertest. Startbericht in der Juni-Ausgabe des Clubmagazins.

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Ein Jahr lang ist ab sofort das erste Großserien-Elektroauto mit Reichweiten-Verlängerer (ein mit Benzin betriebenes Aggregat) beim ÖAMTC im Einsatz. Das Fahrzeug wird nicht nur für Dienstwege verwendet, sondern durchläuft auch einen ganz normalen auto touring-Dauertest. Opel-Austria-Geschäftsführer Alexander Struckl (im Foto links) übergab den Ampera persönlich an ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold.

Foto: Willy Bauer

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.Es gibt Zeiten, da stehen die elektrisch betriebenen Testautos Schlange an der eigens für sie installierten Stromtankstelle in der Redaktionsgarage. Noch ein Glück, dass sich Renault Twizy (Testbericht in der Mai-Ausgabe des auto touring) und smart electric drive einen einzigen Stellplatz teilen können.

Foto: Antonio Zuniga

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Karfreitag im E-Smart. Die Ehegesponsin, begeisterte City-Radlerin, muss ihren alten Gaul aus einer Kult-Werkstätte für Fahrräder am Mittersteig in Wien-Margareten abholen. Also rein ins Elektrogefährt, für die paar Kilometer von Favoriten in den 5. Bezirk brauchen wir nur einige wenige Kilowatt. Kurz nach der Ankunft beginnt es zu schütten. Kann die Gattin, diesmal samt Rad, wieder mit zurück nach Favoriten, damit sie nicht waschlnass wird. Leider. Nein. Auf- oder einladen lässt sich das Radl in den Smart nicht. Aber das ist sicher nicht die Schuld des E-Antriebes.

Roland Fibich
auto touring

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Wahrscheinlich ist der i-MiEV des ÖAMTC das allererste Elektroauto im Land, in das eingebrochen wurde. Es geschah mitten in der Nacht, in der Nähe einer U-Bahn-Haltestelle in Wien. Und es muss ganz schnell gegangen sein – das Auto stand an einer belebten Ausfallstraße an der Einfahrt zu einer viel frequentierten Nacht-Tankstelle.

Der Einbruch erfolgte übrigens aus einem ganz banalen Anlass: Nicht etwa das Interesse an der Elektromobilität war der Grund, die linke vordere Seitenscheibe einzuschlagen, sondern ein an der Frontscheibe in seiner Halterung sitzendes Navigationsgerät.

Überraschend, wie schnell eine Scheibe für das seltene Elektroauto beschafft und eingebaut werden konnte: Zwei Tage später konnte der i-MiEV wieder übernommen werden.

Kurt Zeillinger
auto touring

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Elektroautos sind leise, keine Frage. Bei hohem Tempo ist das Abrollgeräusch der Reifen das einzige, was von ihnen zu vernehmen ist. Und in den Städten, in denen weit langsamer gefahren wird? Oder vielleicht gar im Stop-And-Go-Verkehr? „Da ist es für uns sehr schwer, sie wahrzunehmen“, sagt Gerhard Höllerer, Präsident des Österreichischen Blindenverbandes, „besonders wenn Elektroautos Ein- und Ausparken, Wegfahren und Abbremsen.“

Bei einer von Blindenverband und ÖAMTC initiierten Demonstrationsfahrt vor dem Wiener Stadion konnten sich Medienvertreter überzeugen, dass E-Autos und Hybridfahrzeuge zur Gefahr für die 318.000 blinden oder sehbehinderten Menschen in Österreich werden. Deshalb fordern diese nun (minimale) Geräusche.

„Eine Verringerung des Verkehrslärms ist zwar wünschenswert, dennoch hat die Sicherheit oberste Priorität“, meint dazu ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang (rechts neben Gerhard Höllerer), „E-Autos bewegen ja deutlich mehr Masse als etwa ebenfalls fast lautlose Fahrräder und sind daher viel gefährlicher als diese.“ Lang kann sich ein künstlich generiertes Geräusch gut vorstellen – unter einer bestimmten Voraussetzung: „Es darf keinesfalls mehr Lärm erzeugt werden als bei herkömmlichen Autos bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h.“ Eine UN-Arbeitsgruppe arbeite übrigens schon die entsprechenden Bestimmungen aus, mit Resultaten werde bald zu rechnen sein, so Lang.

Kurt Zeillinger
auto touring

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Von Elektroautos hört und liest man in letzter Zeit viel, vermehrt entdeckt man Hinweistafeln auf Stromtankstellen und ab und zu sieht man ein Elektroauto vorbeiflitzen. Zwei Wochen lang testete ich den Mitsubishi i-MiEV (Mitsubishi innovative Electric Vehicle),das erste Elektroauto in Groß-Serienproduktion, auf seine Alltagstauglichkeit.


Beim Schauplatz Mobilität am 1. Oktober in Linz wird das E-Auto in der oberösterreichischen Landesclubzentrale für Testfahrten bereit stehen.

Alltagstauglich ist er allemal, der i-MiEV. Auch wenn ich mir noch nie so sehr den Kopf über die Reichweite eines Autos zerbrochen habe. Immerhin bewältige ich als Pendler pro Tag eine Strecke von jeweils 35 Kilometer ins Mühlviertler Hügelland.

Das Abenteuer beginnt nach einem arbeitsintensiven Montagabend. Eingestiegen in den 30%-geladenen i-MiEV, Schlüssel auf Zündung, Start – und nichts passiert bis zwei Piepstöne erklingen.

Aber läuft der Motor? Der Elektromotor signalisiert mit einem leisen Surren, dass er bereit ist. Fuß weg vom Bremspedal – und schon setzt sich der i-MiEV mit stufenlosem Automatik-Getriebe auf leisen Sohlen ohne brummendes Motorengeräusch in Bewegung.

Raus aus der ÖAMTC-Prüfhalle und rauf auf die Stadtautobahn. Geringes Verkehrsaufkommen nach der Stadtausfahrt lässt Tempo 100 mühelos zu. Vorausschauend fahre ich prinzipiell immer, doch beim Elektroauto wird man zum Perfektionisten, dank der ,Tank‘-Anzeige. Denn auf halber Strecke folgt nach dem sogenannten kurvenreichen „Saurüssel“ ein steiler Straßenabschnitt auf der B127. Da wird der Puls schneller, der Blick auf die Anzeige signalisiert mir einen rasanten Abfall der noch verbleibenden Reichweite. Komme ich noch nach Hause oder brauche ich gar heute noch den Pannendienst? Das sind meine Gedanken nach der ersten Testfahrt. Mit Schwung habe ich die letzten Hügel bezwungen und den Akku bis auf die letzten Tropfen, pardon Ampere, geleert.

Daheim führt mein erster Weg samt Ladekabel zur nächsten Steckdose, damit das Testauto am nächsten Morgen wieder voll einsatzbereit ist für rund 140 Kilometer – laut Anzeige.

Wenn auch Sie den i-MiEV testen wollen oder Fragen an mich haben, dann schauen Sie am 1. Oktober 2011 beim ÖAMTC-Linz am Schauplatz Mobilität vorbei!

www.schauplatzmobilitaet.at

Ing. Gerhard Maier
Stützpunktleiter ÖAMTC Linz

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Mit Startnummer 34 ist der ÖAMTC Dauertestwagen vom Typ i-Miev in die Kahlenbergtrophy gestartet. Und wie hat sich die modernste Technik auf der historisch bedeutendsten Strecke der Vergangenheit geschlagen? Seinerzeit haben die Mercedes-Silberpfeile zwischen Grinzing und dem Parkplatz Kahlenberg an die 120.000 Fans mobilisiert. Auf bis heute fast unveränderter Strecke wird im Gedenken daran die Kahlenbergtrophy für historische Kraftfahrzeuge garniert mit einer Sonderklasse für modernste E-Autos und Hybridfahrzeuge ausgetragen. Mehr als 100 km im sportlichen Wettbewerb sind für ein E-Auto eine echte Herausforderung. Schließlich müssen ja auch noch die Anfahrt und der Heimweg bewältigt werden. Obwohl werkseitig betreut, sind die Konkurrenten in der E-Klasse einer nach dem anderen ausgefallen, weil der Strom nicht gereicht hat. Im Ziel gab es jedenfalls einen überlegenen Sieg für den ÖAMTC-E-Tester. Nach dem Geheimnis des Erfolges befragt, gab das ÖAMTC-Team Willy Matzke/Thomas Stockmayer zu Protokoll: „Auf der Wiener Höhenstrasse geht es ständig bergauf und bergab, wir haben uns die Talfahrten genau ausgerechnet und dabei wieder Strom im Schub nachgeladen, sonst wäre es auch für uns knapp geworden. Ohne solche Tricks ist mit E-Mobility derzeit kein Pokal zu gewinnen.

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Saulus gegen Paulus, Gut gegen Böse: Der brave smart ed mit Elektroantrieb (neu im ÖAMTC-Fuhrpark) trifft im Fahrtechnikzentrum Teesdorf auf seinen starken Bruder, den smart Brabus.

Brabus ist ein deutscher Tuner aus dem Ruhrgebiet, der eng mit dem smart-Mutterkonzern Mercedes-Benz zusammenarbeitet. Der smart Brabus kostet rund 20.000 Euro, ist 75 kW (102 PS) stark und 155 km/h schnell.

Den Smart mit Elektromotor wird es erst ab Ende nächsten Jahres zu kaufen geben. Er leistet weniger als die Hälfte: 30 kW (41 PS). Dafür glänzt er in Sachen Drehmoment: Es beträgt 120 Nm – aber permanent, also vom Start weg. Der E-Motor macht das Auto 100 km/h schnell.

Sehen Sie sich das Video zu diesem ungewöhnlichen Vergleich unten an, und klicken Sie sich durch die Slideshow auf www.autotouring.at.

Kurt Zeillinger
auto touring

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Mit dem Mitsubishi i-MiEv von Wien nach Tirol: In einem normalen Auto ist diese Strecke an sich nichts Außergewöhnliches – rund 420 Kilometer weit, wenn man die Route über das „kleine deutsche Eck“ nimmt. Und im Normalfall in knapp fünf Stunden zu schaffen. Also ein Klacks für jeden routinierten Autobahn-Kilometerfresser. Nur: Mit einem Elektroauto ist alles anders. Da wäre zum Beispiel die theoretische Reichweite des i-MiEv – 160 Kilometer mit einer Akkuladung. Ist die Batterie leer, muss er für gut 7 Stunden an eine Steckdose. Und da man nicht einfach so bei irgendeiner Steckdose entlang der Strecke Strom abzapfen darf, will die Route penibel geplant sein, wenn man nicht “unplugged” auf dem Pannenstreifen ausrollen will.

Wie es uns auf der zweitägigen Reise – so lang braucht man nämlich für die Strecke – erging, lesen Sie in der Oktober-Ausgabe der auto touring.

Christoph Löger
ÖAMTC Online/auto touring
Foto: Markus Zahradnik

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